Fehler in der Gehaltsverhandlung - Gehaltsverhandlungen führen

Fehler in der Gehaltsverhandlung – was alles falsch laufen kann!

Wie ist das, wenn Sie einen Job unbedingt haben wollen? Dafür verzichten Sie sogar auf eine Gehaltsverhandlung? Damit haben Sie einen der größten Fehler in der Gehaltsverhandlung gemacht! Tun Sie das auf keinen Fall, denn Sie schaden damit Ihrer zukünftigen beruflichen Karriere! Was passiert, wenn Sie auf eine Gehaltsverhandlung verzichten?

Ursache und Wirkung: Fehler in der Gehaltsverhandlung und Ihr zukünftiges Gehalt

Ein Bekannter hat mir stolz von seinem ersten Job nach dem Studium mit dem Vorstellungsgespräch erzählt. Was er mir erzählt hat bedeutete, dass er erst einmal seine berufliche Laufbahn auf Eis gelegt hat. Was ist passiert?

In dem Vorstellungsgespräch passten scheinbar seine Qualifikation. Es schien, als ob der Arbeitgeber ihn wollte. Auf die Frage nach ihrem Zielgehalt bei der Gehaltsverhandlung meinte er nur, er möchte gerne leistungsgerecht bezahlt werden. Und wenn er mit seiner Leistung überzeugt, könnten sie immer noch einmal über das Gehalt sprechen. Das ist richtig nett von ihm, nur absolut kontrproduktiv für die Karriere und den Gehaltsverlauf. Nicht zu verhandeln ist eine der größten Fehler in Vorstellungsgesprächen.

GEhaltsverhandlungen führen

Was dachte nun das Unternehmen?

Die Nobelpreisträger Kahnemann und Tversky haben erforscht, dass ein Vorstellungsgespräch mit Gehaltsverhandlung immer die Suche nach dem Haken des Kandidaten ist. Die Forschung der Verlustaversion besagt in der Psychologie und Ökonomie, dass Verluste höher bewertet werden als Gewinne. So eben auch im Vorstellungsgespräch. Es wird nach dem Haken des Kandidaten gesucht, da man sich ja keinen Looser in das Unternehmen holen möchte.

Der Lebenslauf mit der Qualifikation meines Bekannten passte, sonst wäre er nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen worden. Es gab wohl bei diesem Kandidaten keine großen negativen Aspekte, sonst wäre er nicht eingestellt worden.

Was wäre in der Gehaltsverhandlung drin gewesen?

Der Personalchef, der das Vorstellungsgspräch mit meinem Bekannten geführt hat, dachte sicher, dass der Kandidat keine Alternative hatte zu dieser Position, denn sonst hätte er ja um das Gehalt verhandelt. Und es ist so gut wie sicher, dass locker 20% mehr an Gehalt drin gewesen wäre. Jedes Unternehmen hat 2 Gehälter: das Gehalt für den Bewerber der nicht verhandelt und das Gehalt für den Bewerber der verhandelt! Und da gibt es große Unterschiede. Machen Sie diese Fehler in der Gehaltsverhandlung nicht!

Fehler in der Gehaltsverhandlung:

1. Ich bekomme das Gehalt, das ich verdiene

Von diesen Gedanken lösen Sie sich bitte und machen damit weniger Fehler in der Gehaltsverhandlung. Sie bekommen nicht das was Sie verdienen, sondern das, was Sie verhandeln – und zwar jetzt nicht erst in 5 Jahren! Sie können sich dann richtig ärgern, wenn niemand Ihre Leistung automatisch sieht und denkt, Sie verdienen mehr. Keiner wird sich damit auseinandersetzen wie hoch Ihr Gehalt ist, außer Sie sprechen es an! Sie haben es selbst in der Hand, was und wieviel Sie verdienen und das muss nicht immer ausschließlich das Gehalt sein.

2. Ehrlichkeit ist ausschlaggebend

Eine Taktik in Gehaltsverhandlungen ist immer Sie nach dem bisherigen Gehalt zu fragen. Wenn Sie nun ausschließlich Ihr voriges Gehalt angeben, dann verhandeln Sie auch ausschließlich auf Basis dieses Ankers im Kopf Ihres Gegenübers. Sprechen Sie bei der Frage nach Ihrem bisherigen Gehalt über dieses zuzüglich alle Vorzüge die Sie genossen haben. Bewerten Sie diese Vorzüge monetär sehr großzügig und sagen Sie das Jahresgehalt inkl. der Vorzüge. Also z.B. so: „Mein bisheriges Gehalt inkl. aller Zusatzleistungen ist als Gesamtpaket ca Euro……… wert.“ Dieser Betrag darf großzügig kalkuliert werden. Erst wenn nachgefragt wird, wie Sie auf diesen Betrag kommen, erklären Sie die Kalkulation.

Diese erste Zahl ist der sogenannte Anker der im Raum steht. Die Gehaltsverhandlung wird wesentlich durch diese erste Zahl nach oben oder unten beeinflusst. Daher sollte sie so hoch wie möglich sein beim Gehalt verhandeln.

3. Sie haben keine alternativen Angebote

Nehmen Sie niemals das erstbeste Angebot an, auch wenn es verlockend klingt. Haben Sie ein Vorstellungsgespräch bei Ihrem Traumarbeitgeber oder mit der Top Stellenbeschreibung, dann stellen Sie dieses Interview zeitlich weiter zurück. Suchen Sie zuerst Alternativen zu diesem Angebot und verhandeln Sie die Alterantiven so hoch wie möglich aus. Das bringt Sie in eine gute Ausgangssituation für Ihr Gespräch mit dem Traumarbeitgeber. Entwickelt wurde dieses sogenannte BATNA (Best Alternative to a negotiated Agreement) von Roger Fisher und William Ury. Sie brauchen diese 2. Alternative die gut verhandelt ist, falls Sie Ihren Traumjob nicht bekommen!

Eine starke Alternative – also BATNA – zu haben bedeutet Verhandlungsmacht zu haben. Und das gilt nicht nur für die Gehaltsverhandlung bei einer Bewergung, sondern genauso bei Gehaltsverhandlungen mit Ihrem derzeitigen Arbeitgeber. Testen Sie doch einfach immer wieder einmal Ihren Marktwert!

4. Der Glaubenssatz: Geld ist alles

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Geld ist nicht alles in der Gehaltsverhandlung

Natürlich ist Geld auch wichtig beim Gehalt verhandeln. Aber was ist Ihnen sonst noch wichtig. Überlegen Sie vor der Gehaltsverhandlung wieviel Ihnen Freizeit, ein Sportangebot über die Firma oder Weiterbildung oder eben auch eine betriebliche Pension, ein Home-Office etc. wert sind. Bewerten Sie das immer in Euro – nur dann können Sie über ein Komplettpaket in Euro verhandeln.

Vereinbarungen wie z.B. Weiterbildungen oder ein Firmenauto tun dem Arbeitgeber finanziell weniger weh als eine Gehaltserhöhung auf dem Lohnzettel. Und für Sie ist es wie bares Geld!

5. Sie akzeptieren das erste Angebot

Einer der größten Fehler in der Gehaltsverhandlung ist das erste Angebot gleich anzunehmen. Nehmen Sie nie nie niemals das erste Angebot an. Das erste Angebot ist immer ein Test wo man sich annähern kann und ganz sicher nicht das Ende der Fahnenstange. Sie wissen zum Zeitpunkt des ersten Angebotes nicht, was noch alles drin ist. Und wie würden Sie sich ärgern, wenn Sie später erfahren, dass Ihr Kollege für die genau gleiche Tätigkeit 20% mehr Gehalt bekommt.

Nutzen Sie die Körpersprache, seien Sie geschockt über diesen Vorschlag und schütteln einfach den Kopf und sagen: „Nein, das ist nicht ausreichend.“ und Schweigen Sie danach. Fangen Sie jetzt auf keinen Fall an Ihr „Nein“ zu dem Vorschlag selbst zu zerreden, indem Sie mit Ihrer Leistung und Qualifikation argumentieren!

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Verhandlungspsychologie hilft mit der Verhandlungsstrategie in Verhandlungen

Was hat die Verhandlungspsychologie mit der Transaktionsanalyse zu tun?

Verhandlungserfolg geht nur, wenn man auch Zugeständnisse macht. Die Frage ist nur bei was!

Verhandlungsstrategie und Verhandlungspsychologie anzuwenden bedeutet, dass man in die Vorbereitungszeit für eine Verhandlung sehr viel Zeit investiert. Bei wichtigen Verhandlungen nimmt diese Vorbereitung viel mehr Zeit in Anspruch, als das Verhandlungsgespräch selbst.

Mit der richtigen Verhandlungsstrategie Vorteile sichern!

Die meisten Verhandlungsstrategien haben den Fokus auf den reinen Verhandlungserfolg. Um allerdings wirklich Verhandlungserfolg zu erzielen, muss man in manchen Teilen nachgeben und Zugeständnisse machen.

Um nun sicherzustellen, dass man in den eigenen wichtigen priorisierten Zielen nicht nachgeben muss, ist eine detaillierte Analyse und Priorisierung vor der Verhandlung erforderlich. Dabei geht es sowohl um das eigene Minimal- und Maximalziel, als auch um die des Verhandlungspartners. Hierzu müssen bei der Vorbereitung sehr stark die Interessen, die Persönlichkeit und die Motive beider Seiten analysiert werden. Wir werden als Menschen über unsere Bedürfnisse und Motive gesteuert. Und dies bei der Vorbereitung zu vernachlässigen, kann fatal sein.

Verhandlungspsychologie und Psychologie in Verhandlungen

Genauso wie Mehrwerte und Alternativen zu finden, vorbereitet werden müssen, die für den Verhandlungspartner attraktiv sind und somit zu beiderseitigem Verhandlungserfolg führen.

Neben diesen Punkten ist es auch wichtig, die Beeinflusser oder auch interkulturelle Besonderheiten mit zu berücksichtigen. Wer eine Verhandlung beeinflusst, muss nicht die Person sein, die mit am Verhandlungstisch sitzt.

Top Verhandler kennen die Transaktionsanalyse

Der größte Sieg ist, den Verhandlungspartner ohne direkte Konfrontation zum Nachgeben zu bringen.

Ulrike Knauer

Feindselige Stimmung erzeugt nur Gegenwehr. Ein Verhandler, der die Transaktionsanalyse kennt und somit einschätzen kann, woher welche Reaktionen durch die Persönlichkeitsstruktur kommen, kann viel besser mit dem Verhandlungspartner umgehen und damit auch Verhandlungserfolg erzeugen.

Die Transaktionsanalyse ist eine psychologische Theorie der menschlichen Persönlichkeitsstruktur. Sie wurde Mitte des 20. Jahrhunderts von dem US-amerikanischen Psychiater Eric Berne begründet und wird laufend weiterentwickelt. Sie erhebt den Anspruch, anschauliche psychologische Konzepte zur Verfügung zu stellen, mit denen Menschen ihre erlebte Wirklichkeit reflektieren, analysieren und verändern können. Auf der anderen Seite beschäftigt sie sich mit dem Verhalten von Menschen und deren Reaktion auf Reize.

Verhandlungserfolg und Verhandlungsstrategie

Wir entscheiden und handeln nun einmal zu 90% emotional. Unter Stress verstärkt sich dieser emotionale Anteil erheblich und Verhandlungen sind häufig eine Achterbahn der Emotionen, in welcher wir manchmal wieder wie ein kleines Kind agieren. Das hat ausschließlich mit unserer Persönlichkeit zu tun und nicht mit dem, was unser Verhandlungspartner gesagt oder gemacht hat.

Verhandlungspsychologie hilft, dass Verhandler lernen, ihre Realitätswahrnehmung und ihre Interaktionen zu interpretieren. Im 2. Schritt ist es wichtig, den Verhandlungspartner entsprechend dessen Persönlichkeit zu analysieren. Dafür stellt die Transaktionsanalyse eine Theorie der Persönlichkeiten zur Verfügung, sowie eine Beschreibung kommunikativer Abläufe in unterschiedlichen Kontexten, die direkt auf Verhandlungssituationen angewendet werden können.

Was hat die Verhandlungspsychologie mit der Transaktionsanalyse zu tun?

Kennen Sie das? Plötzlich verändert sich unsere Wahrnehmung und wir nehmen einen Satz als Angriff wahr. Unser Verhalten geht dann manchmal in ein pubertierendes Verhalten über und wir reagieren mit Trotz, Wut und Sturheit. Das hilft nur in Verhandlungen keinen Schritt weiter, weil Druck meist Gegendruck erzeugt.

psychologisch verhandeln
Verhandlungspsychologie hilft

Die Verhandlungspsychologie selbst ist ein Teilbereich der Wirtschaftspsychologie. Sie beschäftigt sich mit dem Erleben, der Wahrnehmung und dem Verhalten von Menschen in Verhandlungssituationen. Und genau hier setzt die Transaktionsanalyse an. Durch geschicktes Einsetzen des Wissens über die Verhandlungspsychologie kann man den Verhandlungserfolg positiv beeinflussen.

Typische Fehler bei der Verhandlung

Neben den Fehlern der fehlenden Zieldefinition, die Wahl der Verhandlungsstrategie, sowie der Vorbereitung des Machtbereiches sowohl von mir, als auch meinem Verhandlungspartner, des eigenen/Verhandlungspartner Interesses und Bedürfnisses, der Beeinflusser der Verhandlung und der Taktikwahl gibt es einige typischen Fehler die außerhalb der reinen Methoden- und Sachkompetenz liegen:

Verhandlungen und Verhandlungssstrategie
  • kein ehrliches Interesse an der Sichtweise und Wahrnehmung des Verhandlungspartners
  • kein Interesse an den Bedürfnissen und Motiven
  • schlechte Vorbereitung
  • Monologe bei Stress (sogenannte Angst-Viel-Redner)
  • Aggression und keine Reflexion
  • keine klare Ergebnisorientierung
  • Sturheit (wenn man stur hinter den eigenen Argumenten steht, kann man aus einer Machtposition heraus die Verhandlung gewinnen, aber den Verhandlungspartner verlieren)
  • Aneinander vorbeireden und nicht zuhören

Wie oft denken wir, wir müssen alle Emotionen ausschalten und in Verhandlungen rein sachlich sein. Das das nicht funktioniert, haben wir alle schon einmal erlebt. Sei es, wenn Kinder mit uns verhandeln oder auch der Partner.

Der bessere Ansatz für die Verhandlungspsychologie ist, die eigenen Emotionen zu reflektieren. Folgende Fragen helfen dabei:

  • Was denke ich über mich als Verhandlungspartner, als Mensch…?
  • Was denke ich über meinen Verhandlungspartner?
  • Wie groß oder klein fühle ich mich gegenüber dem Verhandlungspartner?
  • Was glaube ich, denkt mein Verhandlungspartner über mich?
  • Was denke ich über den Verhandlungsgegenstand?

Welche Kompetenzen hat nun ein Top Verhandler?

Verhandlungspsychologie hilft

Die besten Verhandler haben vor allem Kompetenzen in 5 Bereichen:

  • Sachkompetenz
  • Methodenkompetenz
  • Selbstkompetenz
  • Sprachkompetenz
  • psychologische Kompetenz

Innerhalb dieser Kompetenzen sind vor allem die Eigenschaften der Ausdauer, Strategie-Wissen, Ergebnisorientierung, Überzeugungskraft, Flexibilität, Selbstsicherheit, Geduld, Moderationsfähigkeit, Kommunikations- und Konfliktfähigkeiten und das Wissen über Körpersprache mit Anwendung von psychologischem Wissen, die Erfolgsfaktoren

In Verhandlungen wird häufig nicht das gesagt, was wirklich gemeint ist. Daher ist es wichtig, eine sehr gute Menschenkenntnis zu haben, um das, was im Hintergrund verborgen ist, zu erkennen. Dabei hilft es sich in der Transaktionsanalyse, und damit der Verhandlungspsychologie, auszukennen.

Verhandlungen sind dynamisch und entwickeln sich Schritt für Schritt. Die Verhandlungspsychologie hilft dabei, die Verhandlungsstrategien, die Verhandlungsführung sowie Verhandlungstaktiken so vorwegzunehmen und entsprechend auszurichten, dass bestimmte Situationen erkannt werden und zum eigenen Verhandlungserfolg beitragen.

Es lohnt sich also, sich mit der Verhandlungspsychologie zu beschäftigen, um die unterschiedlichen Verhandlungstypen und Persönlichkeiten zu erkennen. Ein psychologisch gut geschulter Verhandler kann erkennen, welche Wirkung ein Verhalten in einer Verhandlung auf den Verhandlungspartner hat. Er weiss, mit welcher Reaktion er welche Wirkung beim Verhandlungspartner hat. Und diese Wirkung ist immer abhängig von der Persönlichkeit des Verhandlungspartners.

Wie gut kennen Sie Ihre eigenen Stärken in Verhandlungen? Holen Sie sich die Checkliste „Wie gut bin ich in Verhandlungen?“ und machen Sie einen Selbsttest – hier downloaden.

Verhandlungsteam - wenn das Team in der Verhandlung nicht abgestimmt ist scheitert die Verhandlungstaktik - hier ein Presseartikel

Das Verhandlungsteam muss abgestimmt sein (Onpulsom 6/19)

In einem Verhandlungsteam, das aus mindestens drei Personen bestehen sollte, hat jeder seine zugewiesene Rolle – nur dadurch kann die Verhandlung auch erfolgreich sein. Egoismen und Selbstdarstellung sind kontraproduktiv für erfolgreiche Verhandlungen. Wichtig ist, dass der Fokus der Teammitglieder auf das gemeinsame Verhandlungsziel liegt. mehr…

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